warum deutschland am sonntag weltmeister wird oder die macht des positiven denkens

 

2014-06-29-929

die macht des positiven denkens ist wie die suche nach dem “heiligen” gral oder der wunsch weltmeister im fussball zu werden.

mir und ich denke auch fast jedem anderen ist klar, dass positives denken möglich und dass beste in situation des zweifels und der ungewissheit ist bzw. wäre –  auch ist es ein gern vergebener ratschlag: “jetzt denk doch auch mal positiv!” aber wirklich machen? puh; dass ist dann nochmal was anderes!

es gelingt mir viel eher mir vorzustellen, wie etwas nicht funktioniert! warum es am wochenende, wenn ich freunde zu einer grillparty eingeladen habe, auf jedenfall regnen wird. warum ein kunde meinen designvorschlag auf jedenfall ablehnen wird oder mein chef die so dringend benötigte gehaltserhöhung ablehnt. in dem einen oder anderen fall, spüre ich förmlich den regen wie er zischend die grillkohle durchnässen wird, wie der werbekunde , dass gesicht verzieht, weil er doch lieber “etwas mit katzen” auf seinem plakat gehabt hätte oder den chef wie er einem schallend ins gesicht lacht.

ganz ähnlich wie gerade jetzt nach dem 7:1 sieg der dt. mannschaft gegen brasilien beim wm-halbfinale jetzt im besten falle zurückhaltend und im wahrscheinlicheren falle zu sagen, dass klappt bestimmt nicht. um gleich die gesamte phantasie einzusetzen um “wenns” und “abers” einzuführen.

als ein paar freunde und ich vor kurzem auf ein musikfestival fuhren, gingen wir genau zu dem zeitpunkt durch den eingang als es zu regnen und es sah erstmal auch nicht so aus, als ob es wieder aufklaren würde. auch der wetterbericht hatte nicht wirklich viel grund zu hoffnung gegeben.
dennoch verhielten wir uns alle anders als wir es vielleicht sonst getan hätten!
alle 5 oder 10min äußerte jemand aus unserer gruppe einem postitven gedanken: es würde bestimmt bald aufhören, im soundso-wetterbericht wäre nur mäßiger regen angesagt, es würde ja schon weniger stark regnen, ob die anderen nicht bemerken würden, dass es tendenziell heller geworden sei im gegensatz zu noch gerade eben –  und es hörte auf!

als wir anschließlich über das gelände streiften schaute ich zum ersten mal auf die uhr und war überrascht dass zwischenjetzt und unserer ankunft nur knappe zwei stunden vergangen waren, es konnte also maximal anderthalb stunden gerregnet haben. angefühlt hatte sich wie drei stunden, die wir unter der plane saßen und dem platschen des regens zugehört hatten.
warum hatte es diesemal geklappt? vielleicht weil wir die große sache geglaubt haben, ein klar definiertes und zeitlich eingegrenztes ziel hatten, die einmaligkeit hier an diesem festival teilzunehmen?

vielleicht aber einfach nur, weil wir uns in der gruppe gegenseitig bestärkt haben!
ich hoffe dass klappt noch ein paarmal öfter und in anderen situationen – wie z.bsp. am sonntag beim finale der dt. nationalelf

musikalische erinnerungsfetzen 12 – they never stop: rolling stones

von allen konzerterinnerungen, die ich so in meinem jungen leben bisher gesammelt habe, gibt es keines von dem ich so oft aber zu gleich auch irgendwie so wenig erzählen kann wie von meinem rolling-stones-live-erlebnis.

rolling stones eintrittskarte (vorderseite)

rolling stones eintrittskarte (vorderseite)

gestern vor 15 jahren fand das open air der „bridges to babylon“-tour auf dem in stuttgart, auf der freifläche cannstatter wasen bei extrem guten wetter statt.

bridges to babylon-tour-stage - die spannung steigt

bridges to babylon-tour-stage – die spannung steigt

vermutlich liegt es daran, dass die „stones“ einfach so gut wie jeder kennt und ich daher auch öfter davon erzählen kann. wahrscheinlich gibt es viele menschen auf der welt, die diese band tatsächlich nicht kennen, aber ich habe bisher noch keinen davon getroffen, dem ich nicht zugetraut hätte von ihnen schonmal gehört zu haben. lieder aufzählen, melodien summen wäre schon etwas anderes, aber das symbol mit der herausgestreckten zunge oder der verweis auf endlos tourende rock-opas läßt selbst dem hartgesottensten verweigerer von unterhaltungsmusik , dem buddhistischen eremiten in den kamobschanischen bergen oder dem ghetto-hip-hop-kid eine glocke klingeln.

vielmehr als ihre, bis auf wenige herausstechende lieder doch recht gleichförmige musik, sind diese verdienten herren ein oft verwendetes beispiel. wenn es um eiserne durchhaltekraft, eine wechselhafte karriere, dem wandel von lebensstilen oder dem ausverkauf als werbeträger geht, ein verweis auf die rolling stones ist bei der hand und man erntet zustimmendes nicken des gegenübers.

der blick nach hinten

der blick nach hinten

mich spricht vorallem heute an diesen beispielen an, das mick, keith und die anderen ihrer am besten entwickelten fähigkeit, auf der bühne musik zu machen treu geblieben sind. ebenso lehren sie uns alle, dass alter keine ausrede ist, etwas nicht mehr zu tun!

das album “brigdes to babylon” war damals zwei jahre alt. groß wurde die werbetrommel gerührt, es sei ihre „letzte“ tour und dass wollte ich mir auf keinen fall entgehen lassen. einmal die großen hits hören und hoffen dass vom neuen album so wenig wie nötig gepsielt wird. die single “anybody seen my baby” war dann doch etwas zu poppig! ich war einer der ersten, der sich ein halbes jahr zuvor eine karte holte. vor fünfzehn jahren war es nicht nur schlicht undenkbar sich konzertkarten mehr als ein dreiviertel jahr im voraus zu holen, es gab sie schlecht weg nicht früher zu kaufen!

"da vorne! ich kann mick erkennen!"

“da vorne! ich kann mick erkennen!”

heiß war es, fast zu heiß um einen halben tag ohne schatten auf einem asphaltierten platz zu stehen, zu heiß war es für mehr als ein becher alkoholreduziertes überteuertes bier. nicht mehr richtig erinnern kann ich mich an die situation ob es wasser kostenlos gab oder ob man wasser in tetrapacks mit auf das gelände nehmen durfte – ich weiß noch, dass ich im zwiespalt war zwischen trinken-gegen-die-hitze und nicht-trinken-wegen des gangs zur toilette. vier freunde und ich hatten uns schon recht früh auf das gelände begeben und wenn ich mir die fotos so anschaue waren definitiv viel mehr leute hinter als vor uns. trotzdem waren die herren und ihre back-vocal-sängerinnen auf der bühne nur als zwerge zu erkennen. zum glück gab es eine riesigen leinwand auf der das geschehen auf der stage übertragen wurde.

 

 

1999-05-29 Rolling Stones Open Air Wasen (1)

die stones zum greifen nah auf der “b-stage”

die bühnenkulisse war größer als alles was ich vor 1999 jemals gesehen hatte und auch die idee, die band auf einer kleinen im publikum gelagerten bühne spielen zu lassen (einer sog. „b-stage“, sehr imposant im video ab sekunde 20 zu sehen), welche diese über eine zuvor versteckte ausfahrbare brücke gelangten, war ein unglaubliches gimmick da diese, später oft kopierte idee, damals noch neu war.

als schönsten moment habe ich dass lied „brown sugar“ in erinnerung, welches kurz vor ende des konzerts schon in der dunkelheit wunderbar illuminiert, gespielt wurde und während der gesamten länge des ca. fünfminütigen liedes der openairplatz mit kleinen goldenen und silbernen platikfolienplättchen eingenebelt wurde – ein konzerterinnerungsfetzen wert im herzen bewahrt zu werden.

schnipselregen während dem lied "brown sugar"

schnipselregen während dem lied “brown sugar”

auch wenn mir bis heute noch dieses hin- und herwogen des fußlahmen publikums richtung ausgang und das schmerzhafte gefühl in den beinen und der blase in gedenken geblieben ist – eine wunderschöne erinnerung, welche aber nicht nach wiederholung verlangt!

wenn ich heute höre, dass für ein konzert auf der berliner waldbühne das vierfache gezahlt wird, freue ich mich zumindest, dass diejenigen sich damit wenigstens ein recht auf einen sitzplatz erkaufen ;-)

gameboy – (m)ein vierteljahrhundert

25 jahre hat der gameboy, einer der ersten mobilen spielkonsolen auf dem buckel. grund genug für mich dieses grauspeckige ding mal wieder hervorzukramen und mich an das gute vierteljahrhundert mit ihm zu erinnern.

ich weiß nicht ob es 1990 oder 1991 war, als ich zu weihnachten einen gameboy bekommen sollte.  es hatte eine menge überzeugungsarbeit gekostet:

  • “ich werde auch nicht die ganze zeit spielen und noch an meine hausaufgaben denken”
  • “ihr braucht mir nur den gameboy zu schenken, die spiele spare ich mir dann selbst zusammen”
  • “ich spiele auch bestimmt ganz lange damit und es fliegt nicht nach drei wochen in die ecke”

zumindest das letzte versprechen halte ich bis heute – fast 25 jahre danach besitze ich meinen gameboy noch immer, er hat mich über alle meine umzüge begleitet und wenn ich ihn beim umräumen mal wieder in die hand bekomme, kann ich nicht wiederstehen und es wird eine runde gezockt.

als ich nun zum jubiläum einen interessanten beitrag im radio über die rezeption des erfolges des gameboys hörte, beschloß ich, ihn mal wieder zu entstauben, die spiele zu sortieren und den tragbaren akku aufzuladen.

(deutschlandradio kultur: “forever young – 25 jahre gameboy und die faszination der retro-games)

mein gameboy mit spielen und externem akku

mein gameboy mit spielen und externem akku

etwas erschrocken bin ich dann doch, als mir die abdeckplatte des monitors entgegengefallen ist. aber der zahn der zeit hat wohl den klebstoff etwas mürbe gemacht. auch der bildschirm zeigt zwei streifen, aber es ist denoch enorm, dass dieses gerät auch nach 25 jahren noch so funktionstüchtig ist. ein hoch auf japanische wertarbeit der 1980´ger!

über den mittels einem gürtelclip tragbaren akku freue ich mich noch heute. nicht nur dass die batterieladung immer kurz vor dem entscheidenen punktgewinn zu ende ging, auch galt es den umweltschädlichen verschleiss von batterien einzudämmen.

der gameboy hat für mich auch heute noch eine besondere bedeutung, da er fast meine einzig große digitale spielerfahrung geblieben ist und ich auch nach dieser sozialisation nie der intensive computerspieler geworden bin. das einzige große pc-spiel, dass ich mir aus eigenem antrieb heraus gekauft habe, war das erste tomb-raider spiel und selbst dass erst fünf jahre nach erscheinen auf einem flohmarkt. natürlich habe ich auch in meiner teenager-zeit nachmittage an meinem 386sx-windows-3.1-rechner mit computerspielen verbracht “lemings no more”; “nibbles” und solche klassiker wurden auf 3,5 zoll disketten mit klassenkameraden getauscht, aber damit hat es sich dann gehabt.
die einzigen spiele die ich auf jedem meiner computer und noch heute auf meinen mobilen endgeräten aufspiele oder habe ist backgamon und ein schachspiel. auch müßte ich lügen, wenn mich nicht zugeben würde dass mich “moorhuhn” und “angybirds” nicht auch schon mal in den bann gezogen haben, aber dass sind 10-20min und damit hat es sich. mehr zeit, habe ich nach der anfänglichen gameboy-zeit nie wieder mit computerspielen verbracht.

in einem gespräch mit einem alten freund, der inzwischen selbst professionell computerspiele programmiert, über unsere gameboy erinnerungen meinte ich, dass ich mir das computerspielen einfach noch etwas aufheben werde. vielleicht für eine zeit wenn ich körperlich nicht mehr in der lage sein werde viel außer haus zu gehen. bin gespannt was es dann für geräte und spiele gibt!
seine erinnerungen an seinen ersten gamboy sind in der kommentarspalte unter “eugen” hier zu finden. das spannendenste ist, dass er ihm gegensatz zu mir, erst zum studium in die welt der pc´s gestartet ist und sein start in die welt der digitalen spiele der gameboy war . sein nun in der beta-version vorliegendes spiel ist ein taktischer shooter aus der vogelperspektive mit rpg-elementen in einer offenen welt und findet sich unter RUNNING WITH RIFLES

zum gameboy gab es damals das spiel TETRIS dazu. mein erstes regulärers spiel war, wie konnte es auch anders sein SUPER MARIO LAND. was auch heute, wenn ich mir meine anderen spiele durchsehe, auch immer noch mein lieblingsspiel geblieben ist.
was mir weniger spaß gemacht hatte waren sport-spiele, wie dass berühmte GOLF. ich fand beim spielen die sci-fi-elemente ganz toll. das raumschiff R-TYPE um asteroiden herumzubugsieren, die erde retten als pilot des SOLARSTRIKER oder mit STAR TREK (auf welches ich sehr lange gespart hatte) eine mission zu erledigen.

gameboy 8-bit

gameboy 8-bit

der gameboy war wundervoll bei langweiligen verwandtenbesuchen. im gegenatz zu einem walkman oder einem buch, der immer nur eindiminsionale fluchtmöglichkeit bot, ermöglichte es der gameboy mit den kopfhörer (die mich aufgrund ihrer qualität noch viele jahre begleiteten) völlig der welt der erwachsenen, die nie etwas anderes machen wie “reden”, auszuscheiden.

toll war auch die “dialogfunktion” mittels eines kabels welches zur werksauslieferung jedes gameboys gehörte konnte man gegen jemand anderes spielen konnte (TETRIS oder F1-RACE zum beispiel), in meinem freundeskreis daher auch “dialogen” genannt.
an einen nachmittag mit dem legendären “viereradapter” und dem unglaublich schweren spiel SUPER RC PRO AM kann ich mich ebenfalls noch gut erinnern. es hatte sehr sehr lange gedauert bis wir vier sowohl jeder das spiel als auch das verbindungsgerät zusammen hatten umso mehr freuten wir uns dieses autorenn-spiel, bei dem man nicht nur die runden gewinnen konnte sondern auch sich bessere reifen oder motoren herausfahren konnte, zu viert zu spielen.

sicher habe ich viel zeit allein mit dem gameboy verbracht, aber die vereinsammungs-theorie war auch hier weitestgehend falsch und ich erinnere mich an viele verbindende und soziale aspekte des gameboyzeit.
manche meiner freunde hatten von ihren eltern die restriktion “baller-spiele”. diese waren dann natürlich ganz heiß darauf sich mit einem zu treffen um diese “unerlaubt” zu spielen.
nicht nur deswegen war jeder auf dieses tauschen angewiesen, den im gegensatz zum gameboy waren die spiele unglaublich teuer und mehr als ein neues spiel zu weihnachten oder zum geburtstag war nicht drin.
ich erinnere mich auch noch an eine geschichte, dass ich mit selbstgespartem und diversen geldgeschenken aus der verwandschaft, ein spiel nachmittags holte, was so leicht war, dass ich es innerhalb weniger tage durchgespielt hatte und es im laden gegen ein neues eintauschte.

heute so scheint es mir, habe ich, bis auf wenige ausnahmen, nur noch die schweren spiele übrig behalten. aber zum glück gibt es mittlerweile abhilfe. es gibt gamer, die ein komplettes spiel beim durchzocken abfilmen und es auf youtube hochladen.  so bin ich gerade dabei endlich, nach annähernd einem vierteljahrhundert, das spiel GARGOYLES QUEST vielleicht doch mal noch weiter als die ersten levels zu spielen.

was mir heute, vielleicht sogar noch mehr gefällt als damals ist der spielesoundtrack in 8-bit, welche sich gerade mit 8-bit bildern einem revival erfreuen. nirvana in 8bit? hier gibt es eine kostprobe.

da ich wie erwähnt kein großer gamer bin, wird auch diesemal der gameboy wieder nach einer zeit in seiner kiste verschwinden – es sei den es findet sich jemand der mal bereit ist eine runde zu “dialogen” oder spiele zu tauschen… :-)

lesen unter menschen – heute: fussgängerzone

normalerweiße finde ich menschen welche mir auf der straße lesend, mit einem buch in der hand, entgegenkommen immer etwas schräg.
auch ich zähle lesen zu einer meiner haupttagesbeschäftigungen. ob nun literatur, zeitungsartikel oder persönliche kommunikation. je kürzer der text umso eher lese ich ihn unterwegs – sms oder emails dann auch gerne mal im gehen. aber sobald es mal etwas längeres ist mache ich das lieber im sitzen oder bleibe zumindest dazu stehen.

aber ein buch während dem gehen lesen?
wenn ich das jemals ausprobiert habe, dann habe ich sicherlich nicht sehr lange benötigt um zu merken, dass diese art von freizeitbeschäftigung nichts für mich ist!
an eine situation kann ich mich erinnern, als ich in berlin haltestelle alexanderplatz (!) eine junge frau beobachtete wie sie sich ihren weg mit einem dicken schmöker in der hand durch die menge bahnte und dabei bei jedem schritt aufblickte – entspanntes lesen ist anders. steht da dass lesen oder das hinweisen auf sich selbst im vordergrund?

sicherlich gibt es so fesselnde texte, dass sie verschlungen werden wollen – aber dann beeile ich mich lieber irgendwo anzukommen oder schließ mich zur not im badezimmer ein.

nichtsdesto trotz der vertreter dieser merkwürdigen spezies, dem ich heute begegnete, kann jedoch ein wichtiges argument zu seiner verteidigung vorbringen. wenn es ein buch gibt, dass es wert ist auf der straße, im gehen (oder fallen) gelesen zu werden dann ist es dieses buch: “451 fahrenheit von ray bradbury”!
ein dystopischer klassiker aus dem jahre 1953, welches in einem staat spielt wo bücher lesen mit gefängniss bestraft wird und in dem feuerwehrleute die aufgabe haben bücher aufzustöbern und zu verbrennen (http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrenheit_451).

ein statement also und ein gutes!

kleine momente

gerade war ich als einer der ersten im büro und hatte die gelegenheit einen wunderschönen sonnenaufgang zu beobachten. tatsächlich habe ich mir einige minuten zeit genommen, mich auf die schreibtischkante gesetzt und mich mit kleinen schlucken tee aus meiner thermoskanne erwärmt. während ich mich über das sonst durch großraumbüro-lärm übertönte knacken der leuchtstoffröhren gewundert und einfach nur aus dem fenster geschaut.
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zwar war ich aus dem grund des nicht-schlafen-könnens so früh im büro aber nun freue ich mich dass ich die zeit hatte so einen schönen moment miterleben konnte, gesund bin und in der lage farben zu sehen.

dies sind die kleinen momente die zusammengefügt ein wundervolles leben ergeben.

blogging 2013

wie auch letztes jahr finde ich die zusammenstellung der wordpress-statistiker sehr gelungen und hilft die eine oder andere blog-erinnerung wiederaufleben zu lassen.

ich möchte mich bei euch bedanken, dass ihr mir durch rückmeldungen und support helft mich und meinen blog besser und interessanter zu machen.

Hier ist ein Auszug:

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 1.400 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 23 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

im nächsten jahr gibt es mehr “musikalische erinnerungsfetzen” und ein neues projekt auf welches ich mich schon besonders freue…

einen guten start ins neue jahr. 2014 wird ein großartiges jahr

musikalische erinnerungsfetzen 11 – konzert mit elternbegleitung

vorneweggeschickt es war mein einzigstes!

wenn sich die musikindustrie immmer jüngeres hörerInnenpotential erschließt ist es klar, dass der nachwuch frühestmöglichst ebenfalls in den genuß eines konzerts kommen möchte: jubeln, sich die beine in den bauch stehen, vom hintermann angerempelt werden, die nebenfrau anhimeln und das gefühl eines gemeinsamen jubelns. warum finden diese konzerte eigentlich nicht nachmittags statt? dass die arbeitende elternschaft ihren kids auch begleiten kann, chauffeur spielt und wahrscheinlich auch den eintritt bezahlt.

2000-06-07 santana-ticket (klicken zum vergrößern)

2000-06-07 santana-ticket (klicken zum vergrößern)

bei meinem einzigen konzert in elternbegleitung mußte ich mein eintritt leider selbst bezahlen. ich war auch schon volljährig und es war auch nicht einer meiner ellis der mich auf dem santana konzert vor 13 jahren am 07.06.2000 begleite sondern der vater eines freundes.

warum auch nicht, denn santana war in den neunziger jahren doch sehr in vergesseneheit geraten und das &friends-album (u.a. mit everlast, eric claption, lauryn hill, wyclef jean oder matchbox twenty) “supernatural” sollte dem entgegenzuwirken.
schon im sommer 1999 waren die hits rauf und runtergelaufen und so bot sich eine tournee natürlich an.


für mich klangen damals aber auch noch so hits we “se acapo” oder “black magic woman” vom plattenteller

als jörg mir erzählte, dass uns sein vater auf das konzert begleiten würde, war ich weniger verärgert sondern eher überrascht, dass er sich dass mit uns antun wollte. jörgs vater selbst musiker in einer schwäbischen countryband selbst fan seit seiner jugend von santana hatte uns dazu auch noch einiges voraus.

am konzert selbst gab es nichts zu meckern.
santana ist, soweit ich dass zu beurteilen vermag, ein absoluter könner an der gitarre, aber ein album mit unterschiedlichen gast-sängerInnen klingt leider auf konzerttournee nie so wie auf aus dem studio, da die stimmenvielfalt der gäste fehlt – selbst wenn die mitreisenden künstler herrvoragendes geleistet haben. auch die großen hits wie “evil ways” oder “samba pa ti” hören sich auf der bühne lang nicht so energetisch wie in der orginalalbumversion oder in der (absolut einzigartigen) woodstock-live version an.

so wurde es mir gegen ende des konzerts etwas langweilig. was nicht so mir so ging, den die konzerthalle hatte sich schon vor der zugabe zur hälfte geleert. aber ich wußte mir die zeit zu vertreiben und sammelte in gedanken an meine damalige herzensdame die zurückgelassenen pfandbecher ein damit wir auf das nächste konzert wieder gemeinsam gehen konnten. doch davon in einem der nächsten erinnerungsfetzen…

reise-appetizer und andere fazite

hatte ich mich in den vorherigen jahren schon im vorfeld bei der reiseplanung in verzicht üben müssen: zu weit weg, zu wenig zeit – gesellte sich diesemal noch ein komplett neues spektrum hinzu. die reisen mit einer unterkunft als rucksack, welches einem (außerhalb von nationalparks) noch mehr freiheit verspricht auch mit der einschränkung auf einen kleineren radius beschränkt zu sein oder zu einer entschleunigung zwingen. dieser “verzicht” hat mir sehr gut gefallen.

von den kanadier, die ich kennengelernt verbreiteten insbesondere die neu- oder altzuwanderer eine stimmung von goldgräbertum – hier gibt es was neues zu schaffen, hier kann ich mich ausprobieren, der andere freut sich über meine idee etc, etc. ebenso wie usa ist in kanada ein “ja, klar” zu hören und nicht wie leider häufig in deutschland schon ein “ja, aber” zu spüren ist…

kanada war ein unglaublich leichtes un bekömmliches reise-häppchen, dass ich mich nach einer woche der lohnarbeits-routinen und nichtigkeiten schon die frage stelle, habe ich dass wirklich erlebt und wann war dass eigentlich?

selten dass es mir so schwer gefallen ist aus dem urlaub zurückzukehren.
nicht dass es mir in den vorherigen jahren nicht gefallen hätte, aber entweder war ich am ende krank so wie letztes jahr in mexico oder nur unglaublich fertig von den strapazen.
die größte strapaze jedoch ist es seit jahren, dass die urlaube eigentlich nur ein dreiwöchiger-reise-appetizer darstellen, also winzige schöne kleinigkeit die lust auf mehr macht! mich anfüttern und mir zeigen, was es noch schönes auf der welt zu entdecken und zu erleben gibt!

8.0 vancouver island

die verwunschene insel und warum übernachtung nicht gleich übernachtung ist

die verwunschene insel
nach hongcouver mit canada day sollte es nocheinmal etwas natur sein. vancouver island ist mit 450km länge und 100km breite die größte nordamerikanische pazifikinsel und ragt eigentlich schon auf us-amerikanisches gebiet, aber so wurde uns von einem inselbewohner erklärt man hätte damals darauf verzichtet und es den kanadien quasi geschenkt.
wenn man die fähre von tasawasen (vancouver), die gerade noch so auf kanadischem gebiet liegt fährt man mit dem schiff ersteinmal durch us-amerikanisches gebiet. zum glück haben wir keinen neuen esta-antrag gebraucht oder stunden in der warteschlange zur emmigrationbüro zugebracht.

fähre von vancouver nach victoria (vancouver island)

fähre von vancouver nach victoria (vancouver island)

wie mich schon in vancouver selbst, fazinierte mich wieder die unglaubliche moderintät der fähre. diese konnte in zwei richtungen fahren sowie laden und löschen. so verkürzte sich die wartezeit wieder enorm. jedoch brauchten wir doch von vancouver hosteltür, bis victoria autovermietung (luftlinie 124km), die im reiseführer beschrieben vier stunden. und das obwohl die öffentlichen verkehrsmittelübergänge wunderbar aufeinander abgestimmt waren, die busfahrer entspannt jedem dieselben fragen beantwortete und geduldig warte bis jeder seine cents in die kasse geworfen hatte.

alle versuche des freundlichem mitarbeiters der autovermietung uns nicht doch noch ein größere wagenklasse oder ein extra aufzuquatschen abwimmelnd, verließen wir schnellstmöglichst die stadt, auch wenn wir dort anspruch auf small-car-parkplätze gehabt hätten.

viertüriges "small"-car

viertüriges “small”-car

schon langsam vom gefühl befallen zu werden, dass dieser großartige urlaub bald wieder seinem ende zugeht, galt es die ambivalenz zwischen ruhe genießen und “noch etwas zu sehen” auszuhalten. vergingen die drei tage auf der wunderschönen insel wie im flug

warum übernachtung nicht gleich übernachtung ist
neulich habe ich einen post im internet gelesen, nachdem es sich an der dreißiger altersmarke entscheidet ob man lieber “etwas mehr” geld für einen “kleines, sauberes hotelzimmer” bezahlt oder sich zu zwölft in ein hostelschlafsaal zwängt.
auf dieser reise erlebte ich wie kurzfristig über buchungssuchmaschinen gebuchte mittelklasse hotels für einzelne nächte unglaubliche schnäppchen bereithalten konnten, bei denen dann sich die preise um ein drittel zur normalen rate unterschieden.

was ich noch nicht kannte war die “walk-in rate”, also einen preis den man nur bekommt, wenn man einfach hineinmarschiert und nicht vorher im internet gebucht hat. dies führte zu einem doch noch bezahlbaren aufenthalt in einer unterkunft unter der rubrik “sich etwas gönnen”. auch um quasi noch das ruhebedürfniss zu stillen, den bei den kleinen hütten und jurten, boten einen so fantastischen ausblick über das tal in port renfrew und das entspannende bad im outdoor-whirlpool ließen den wunsch noch ein paar kilometer zu machen vergessen und schlossen den urlaub grandios ab

höhepunkte vancouver island

höhepunkte vancouver island